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ZEN

 
 
 

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Nr. 11

 
 
 
 
 

Schnee

 
 
 

Das letzte

 
Blatt am Strauch:
 
 
 

Schattenwand

 
 
 

Not

 
on time,
but in the mood:
 
 
 

Einheit?

 

Naja, geht so. 20 Jahre danach gabs heute einen neuerlichen Meinungsaustausch mit einer Kollegin über Sinn und Unsinn der Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft. Sie wünschte sich Hilfestellung bei der Entscheidung, einzutreten oder das lieber nicht zu tun.

Als ginge es um den Eintritt in eine Sekte, so schwerwiegend schien diese Entscheidung für sie zu sein, und so hartnäckig insistierte sie, unsere Meinung dazu zu erfahren. 

Als könne ihr irgendjemand diese Entscheidung abnehmen oder erleichtern. Als würde es irgendetwas für sie ändern, wenn nun alle anderen eintreten oder nur einer das nicht tun würde. Werden denn so Entscheidungen getroffen: alle anderen sind auch eingetreten, also mache ich das auch. 

 Oder: niemand ist eingetreten, also mache ich das auch nicht.

Und vor allem: was, wenn es dann nicht wunschgemäß verläuft? Egal, wozu sie sich entscheiden wird.

Es schien mir deshalb so sinnlos, die Frage, der Wunsch, das ganze Thema immer wieder anzusprechen und dafür Entscheidungshilfe einzufordern. Und es nervte mich auch, muß ich gestehen. Die Unselbständigkeit, die ich daraus las. Die Weigerung, eine eigene Entscheidung zu treffen, und damit auch das Risiko einer möglichen Fehlentscheidung einzugehen, wie auch immer das aussehen könnte. Zur eigenen Meinung zu stehen, schlimmstenfalls auch gegen eine Mehrheit. Einfach, weil man das so richtig findet, davon überzeugt ist und deshalb eben dazu steht.

Nein, stattdessen sich nach allen Seiten absichern wollen, wie die anderen das sehen und wie die sich entscheiden. Erstmal gucken, erstmal abwarten, erstmal die anderen machen und die sich positionieren lassen. Und dann der Herde nachlaufen. Muß ja gut sein, wenn es alle machen. Kann ja nichts taugen, wenn es niemand tut. So wirkte das auf mich.

Ich wurde das Gefühl nicht los, daß sie im Grunde wollte, daß ihr jemand die Entscheidung und vor allem die Verantwortung für die daraus resultierenden Folgen, ob so oder so, abnähme.

20 Jahre haben nicht wirklich viel bewegt, scheint mir manchmal.

 

Ausflug

 
......in die Provinz.
Der war garnicht provinziell, sondern höchst inspirierend und spannend. Austausch und Weiterbildung in einem, dazu viele neue Eindrücke und Einblicke.
Obendrein noch eine farbenfrohe Ansicht:
 
 
 

Zitrone

 
.....heißes Wasser und Ingwer.
 
 
Soll helfen.
Schmeckt grausam.
 

Lichtblick

mitten im grauen Novemberhimmel:
 

 
 
 
 
 
 

Volks Trauer Tag

Heute stand in der Zeitung, daß die gestrige Trauerfeier für Robert Enke die größte seit der Beerdigung Konrad Adeneauers gewesen sei. Obendrein am Volkstrauertag. Also dem Tag, an dem das Volk trauert. Worum auch immer einem zu trauern zumute ist an diesem Tag.

Ich frage mich, wie es denn wäre, wenn es öffentliche Trauerfeiern für jede und jeden, der/die sich suizidiert hat, geben würde. Um die 400-500 Trauerfeiern jährlich wären das alleine in Berlin, mal hochgerechnet nach den aktuellen Zahlen. Um diese Menschen ist es ja nicht weniger schade als um Robert Enke.

Wer trauert um sie? Gibt es überhaupt ein öffentliches Bewußtsein darüber, daß sich so viele Menschen jedes Jahr suizidieren?

 

 

Morgenhimmel

 
 
 

Abendlichter

 
 
 

Zuhause

 
 
 

Es regnet

im  Orchester.
Augen zu und Ohren auf:
 
 
 

Zwiespältig

ist mir nach dem Film eben im TV: "Der Baader-Meinhof-Komplex". Ein Spielfilm eben, manches wirkte wie eine Fiktion. Für Leute aus meiner Generation ist klar, daß das alles wirklich passiert ist, und noch viel brutaler war in seiner Konsequenz (auch ein sehr deutsches Wort und eine sehr deutsche Haltung, in verschiedenen historischen Zusammenhängen) und unbedingten Kompromißlosigkeit. Und auch darin offenbarte sich erst nachträglich die Lüge. Da geht verzögert nochmal etwas und noch einiges mehr kaputt.

Ich frage mich, wie jüngere Menschen diesen Film sehen und die Zeitereignisse einordnen, bewerten. 

Der Film nimmt die Perspektive der Täter ein, wie auch nahezu sämtliche Literatur dazu. Wieder einmal werden die Opfer nicht wahrgenommen, oder nur als Statisten dargestellt.

Es war und ist alles so vielschichtig und wesentlich komplexer, als es ein Film zeigen könnte. Aber es regt vielleicht das Nachdenken darüber an.

Wohltat

 
Heute ist der ideale Tag für einen Besuch im Hamam.
Entspannung. Fließen.
Mich in Wohlgerüche und Wärme einhüllen.
Schweres im Wasserdampf auflösen.
 
Ich brauche Urlaub.
 
Das geht momentan leider nicht. Und wäre auch keine dauerhafte Lösung. Aber mir fiel etwas weitaus besseres ein, wie ich meine andauernde Überlastung reduzieren kann:
 weniger arbeiten!
 
Ich werde eine Einheit streichen, die am wenigsten frequentierte natürlich. Und schwupps, sind mir 1,5 Std. geschenkt, die ich momentan dringend brauche, um den Berg Liegengebliebenes abzuarbeiten. Zukünftig werde ich natürlich dafür sorgen, daß die dadurch entstandene Ebene flach bleibt und dort nicht wieder neue Berge entstehen.
 
Und ich werde mehr Arbeiten delegieren. Ich arbeite ja schließlich nicht alleine da. Wenn die anderen wie bisher keine Lust dazu haben, davon etwas zu übernehmen, werde ich es auch nicht mehr tun.
 
Dann bleibt es eben unerledigt und ich werde mich darin üben, wegzusehen.
Das wird nicht einfach, aber ich kann es lernen.
 
Mir ist schon viel leichter ums Herz bei dieser Aussicht.
 
 

Ansage

Neues zum Thema Konjunktiv:
Interessant, wenn auch eine Binsenwahrheit: teile etwas mit, anstatt  zu fragen, ob das, was du gerne machen willst, bei den anderen auf Akzeptanz und Verständnis stößt, oder ob es überhaupt möglich wäre......oder dich erstmal dafür zu entschuldigen, daß du das tun willst - und du kriegst es ohne Widerrede und Protest.
 
Es wird mit derselben Selbstverständlichkeit akzeptiert mit der du die Mitteilung gemacht hast.
 
Das ist immer wieder faszinierend zu erleben.
Ab Januar werde ich dieses und jenes abgeben, nicht mehr tun, aufgeben, an andere weitergeben oder sonstwie canceln - und zack, alles nickt - und man kann ganz gelassen zum nächsten Punkt auf der Tagesordnung übergehen.
Wer hätte das gedacht!

Ich gehe zwar nicht davon aus, daß es auf Wohlgefallen gestoßen ist, aber die anzunehmende Verstimmung darüber wird nicht ausgesprochen. Und selbst wenn, würde das meine Entscheidung nicht beeinflussen oder gar verändern.
Ich mache es so.
Und genau diese Meta-Botschaft ist angekommen, schätze ich.
 

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