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verwachsen

 


 

 

Bewölkt

 
innen und außen
 

weiss-blau

 
 
 
Ein Quilt aus indischen Saris und ein weißgestrichenes Fahrrad
 
 

Stern

 

Schatten



Fester

 

.....Vertrag ist sicher. Dachte ich bisher. Es taugt garnix. Grade mal noch bis zum Jahresende. Dann wird alles anders, verändert, umgewandelt. Es wird schlechter, das steht fest. Womöglich gibts dann nur noch Zeitverträge. Für ein Jahr. Für zwei Jahre. So in etwa.

Mir blieb der Mund offen stehen, wie kaltschnäuzig das heute abgehandelt wurde. Hohle Phrasen, kalte und sachliche Worte, leere Hülsen, Glätte.

Und dann konnten wir gehen.

Ich kann es immer noch nicht so ganz glauben. Bis Ende des Jahres habe ich Zeit dafür, dann sollte die Botschaft angekommen sein.

Ans Weiterbestehen des Cafe´s brauche ich nicht mehr denken, das zumindest wurde mir heute klar. Es geht ausschließlich um Geld, Bilanzen, Umsatz. Und das ist alles. 

 

Neues und Altes

Manches verändert oder erneuert sich gerade in meinem Leben: die Arbeit, die Liebe.....

Manches ist beunruhigend, vor allem, was meine Arbeit betrifft. Anderes ist im positiven Sinne aufregend und spannend.

Manches geht auch zuende: ein Zahn verabschiedet sich gerade.

Ich hoffe, daß alles gut ausgehen wird, was es auch ist.


Sommergenüsse

 

 

 

 

Liebe und andere Merkwürdigkeiten

Umsatteln

.....vielleicht sollte ich das tun. Was ganz anderes machen. Ein Cafe` betreiben, meinen alten Traum wahrmachen. Im Kleinen tue ich das ja jetzt schon, part-time, mit dem Patientencafe´, aber eben nur part-time, und auch irgendwie anders als es mir eigentlich vorschwebt.

Ein Salon . Mit Büchern, Bildern, Ausstellungen, Lesungen, Revues, Musik. Sowas in dieser Art. 

Vielleicht ist dann auch mal genug therapiert und ich kann meine anderen Talente ausleben und ans Licht befördern. Doch noch meine Memoiren schreiben. 

Kuchen backen, lesen, Gäste einladen , Bilder betrachten. Genuß. Vielleicht noch ein Eisladen dazu, das wäre was!

 

Die Hoffnung

..... stirbt zuletzt. Soweit klar. Aber daß sie so elend langsam dahinsiecht, das wußte ich nicht. Meine innere deadline ist abgelaufen, jetzt gibts keine Illusionen mehr. Naja. Es gibt sie natürlich noch, aber sie verblassen. Und das dauert länger als gedacht. Und länger als erhofft. Auch diese Hoffnung erfüllt sich leider nicht.

 Hab in der Zwischenzeit endlich mal die vielen tausend Fotos aus 18 Jahren Kindheit gesichtet und die besten rausgesucht. Teilweise sind dabei ziemlich hohe Stapel gewachsen, die muß ich noch reduzieren, so leid mir das tut. Aber es soll ja keine Enzyklopädie, sondern ein Fotoalbum werden. EIN Fotoalbum, wenn irgend möglich.....

War spannend, diese vielen Jahre so komprimiert zu sehen. Manchmal kam mir eine kleine Träne. Und oft dachte ich: meine Güte, was haben wir alles zusammen erlebt! Krankheiten, Jahrestage, Geburtstage, Feiertage, Ausflüge, Sportfeste, Besuche, Reisen, Freunde, Schule, Kindergarten, Spielzeuge, Mahlzeiten, Kalender, Unfälle, Feste, Legospiele.........ich war beim angucken sehr froh, daß ich so oft in den vergangenen Jahren seine aktuellen Spiele und Bauwerke fotografiert habe. Manchmal war tagelang ein Raum in unserer Wohnung  zum Großflughafen oder Bahnhof oder etwas anderem mutiert, gebaut aus sämtlichen Legosteinen aus der großen Kiste, dazu Papprollen, Stöcke, Steine, Playmobil-Figuren und sonstiges Material, das verbaut wurde, um das jeweilige Gesamtkunstwerk zu vervollständigen, bevor das dann ausgiebig bespielt wurde.

Abends die Spielsachen wegräumen gab es bei uns eher selten. Baustein-Türme, himmelhoch, selbstgebackene und beklebte Lebkuchenhäuser, selbstgebaute Adventskalender, diverse Bauprojekte im Garten, Baumhäuser, Zeltlager im Garten, Kreidemalereien auf den Steinplatten, unzählige kindlich verzierte Weihnachtsplätzchen, Festessen und Alltagsgerichte......nahezu alles ist dokumentiert.

Das fotografische Archiv eines fast 18jährigen Lebens. So voll, so prall, so dicht mit Erlebnissen und Ereignissen.

Ich wünsche ihm, daß sein Leben so lebhaft und bunt bleibt wie es bisher war!

 

summersky

Letzte Woche entstand ein total verwackeltes Bild, das aber ganz interessante Strukturen hat - wie ja auch manches im Leben erst auf den zweiten Blick und mit ein wenig Abstand zu erkennen ist :
 
 
 
Der helle Fleck im unteren Teil sieht aus wie ein Geist. Vielleicht ist es ja ein schwirrender Flaschengeist? (Schöne Grüße von Aladin!)
 

What

.... a day that was! Zumindest bisher. Es reicht für eine ganze Woche, dachte ich eben beim Nachhausegehen.

Ich bin froh, daß ich erstmal nicht mehr vertreten muß, weil meine Kollegin morgen aus dem Urlaub zurückkommt.

Meine Leidensfähigkeit ist momentan begrenzt, merke ich. Es erschöpft mich, manche Geschichten immer und immer wieder zu hören, bestimmte Leute regelmäßig wieder zu sehen und die gleichen "guten" Vorsätze im gleichen überzeugten Tonfall dann zum 197. Mal zu hören. Bis zum nächsten Aufenthalt. Ok, ich wahre natürlich Contenance, betone immer das Positive - aber an irgendeiner Stelle erschöpft es mich auch, merke ich.

Heute habe ich meinen Schrecken über den letzten Krampfanfall, die daraus resultierende Kopfverletzung und die erbärmlich schlechten Leberwerte formuliert. Ich bin nicht sicher, ob etwas davon ankam. Vielleicht war es zu früh dafür. Vielleicht wird es sehr bald auch schon zu spät sein.

Vielleicht gibt es manchmal einfach nicht genug Zeit und man kann einfach garnichts tun außer denjenigen begleiten.

Dann auch zwischendurch wieder etwas Erfreuliches: ein früherer Patient ist seit 11 Jahren trocken. Viele kämpfen schon damit, das 11 Stunden lang zu schaffen - und verlieren.

Ein anderer konnte endlich einräumen, daß er seinen Alkoholkonsum nicht unter Kontrolle hat - auch das war ein Prozeß über mehrere Jahre.

Wie lange es dauert, bis bei manchen etwas in Bewegung kommt, und zwar nicht in die gleiche zerstörerische Richtung. Jahre, Jahrzehnte manchmal. Wieviel Mut das erfordert, wieviel Scham das fast immer auslöst.

Momentan gehen mir all diese Geschichten sehr nahe. Es rührt mich wirklich an, wenn ich erlebe, wie durstig manche nach Zuwendung und Interesse sind, mit welchem fast kindlichem Stolz sie zeigen, was sie geschafft haben, oft zum ersten Mal wieder, nach Jahren im Alkoholnebel. Welche Bedeutung das für einen Menschen bekommen kann.

 

 

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