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Bilder im Kopf

Am hartnäckigsten ist das Bild einer 17jährigen, die sich allmählich mit einer Flasche Schnaps täglich der Leberzirrhose entgegentrinkt. Gesehen in einer Reportage von Stern-TV über Berliner Straßen"kinder" vorgestern abend. Das aufgedunsene, verlebte, und zugleich kleinkindhaft anmutende Gesicht einer vorzeitig gealterten Jugendlichen.

Unbezahlte Rechnungen

Heute bekam ich eine Mahnung für eine nicht bezahlte Kursgebühr aus dem Jahr 2006. Mit Mahngebühr. Ich konnte nicht bezahlen, weil ich trotz mehrfacher Nachfragen nie eine Rechnung für den Kurs bekam, und deshalb nicht wußte, wieviel es war und wohin mit der Kohle. Hm, nun wühle ich mich seit Stunden durch meine uralten Kontoauszüge und finde nichts - außer der Erkenntnis, daß es anscheinend geht, Mahngebühren für etwas zu fordern, was man vorher nie angekündigt hatte. Wenn das mit allem so wäre, geht mir da durchs Hirn......also, ich hätte da mal eine nachträgliche Beschwerde wegen schlechter Behandlung (wahlweise Lieblosigkeit, Desinteresse, Langeweile, nur mäßig gutem Sex, oder blablabla) und fordere Sie hiermit auf, Ihre Schulden bei mir endlich zu begleichen und obendrein ein fettes Schmerzensgeld mitzugeben...........na, wie wäre das?
Gibs nich wegen is nich, so wirds sein. 

Spitziges

Lichtspiele

 

Frozen Grand Central Station

Im Bett verkriechen

....passend zum Regen draußen....und auch passend zu meiner geschwollenen Wange, seit mir am Montag ein Backenzahn gezogen wurde. Ich könnte rund um die Uhr schlafen.
Die Katze hält das Bett warm:  
 

Zweierlei Himmel

Im Abstand von ein paar Minuten sah der Himmel hier so aus:
 
und so:

Frühlingswetter

Da sehen sogar die Schatten an der Hauswand frühlingshaft aus:
 

Pausenarbeit - Arbeitspausen

Heute beim Feintuning des umgestalteten Wochenplans stellte sich heraus, daß unsere Arbeitsbesprechung anscheinend nur noch stattfinden kann, wenn wir sie auf einen anderen Termin legen können (was schwierig wird), oder wenn wir unsere Mittagspause zukünftig dafür ausfallen lassen. Die Entscheidung war für mich genauso klar wie für alle anderen Kollegen, nur in völlig entgegengesetzte Richtungen. Als ich, nach meiner Meinung dazu gefragt, erstaunt ob der seltsamen Diskussion darüber sagte, daß ich selbstverständlich nicht auf die Pause verzichten werde, erntete ich allerseits bitterböse Blicke. Plötzlich war die Stimmung sehr frostig, die Münder wurden verkniffen, die Stimmung sank in den Eiskeller.

Das ist alles so bizarr. Mindestens. Wie nennt sich das Gegenteil von "Spaßbremse"? Denn die bin ich nun anscheinend in den Augen meiner beflissenen Kollegen. Wobei ich allerdings nicht deren vermeintlichen Pausenspaß bremse, sondern die Arbeitswut...........hm. Es wird immer bizarrer, je länger ich darüber nachdenke. Daß die Frage überhaupt auftaucht, eine Pause zugunsten der Arbeit ausfallen zu lassen, ist nicht nur bizarr, daß geht noch einen Ticken weiter. Wie nennt sich das Niemandsland des Arbeitsrechts an dieser unwirtlichen Stelle? Wüßte ich wirklich gerne.

[Sachdienliche Hinweise bitte unter "Kommentare"!]

Gewohnheitsrechte

Seit gut drei Jahren versorgen wir eine Station zusätzlich zu unseren Stationen mit, für die es bis heute keine Planstelle gibt. Damals wurden wir damit vertröstet, daß wir erst die Vorleistung bringen müßten, um den Bedarf nachzuweisen - und sobald das geschehen wäre, würde sicher auch eine Stelle bewilligt werden. Ich habs damals schon nicht geglaubt. Bis heute machen wir diese Arbeit zusätzlich zu unserer eigenen, mit inzwischen reduzierter Kollegenzahl, und der Umfang ist enorm gewachsen - entsprechend dem Bedarf, der ja zweifellos besteht. Krankheitsbedingt muß es nun ein paar Wochen lang ausfallen, was die betroffenen Patienten so empört, daß sie jetzt eine Beschwerde an die ärztliche Leitung richten wollen. Da bin ich jetzt wirklich mal gespannt, was dabei herauskommen wird. Es interessiert seit drei Jahren kein Schwein, wie diese Mehrarbeit von uns geleistet wird - kaum fällt es aber mal weg, ist das Geschrei groß. Aus "ausnahmsweise, aber nur ganz begrenzt....." entstehen natürlich Gewohnheiten. Und daraus leiten sich dann Ansprüche ab. Irgendwie lohnt es sich doch wirklich nicht, aus bescheuertem *good will* solche dann rasch absehbaren Verpflichtungen einzugehen. Am Ende beweisen wir damit nur, daß wir das auch noch zusätzlich zu unserem normalen Arbeitspensum schaffen, und mit der zusätzlichen Stelle wird es natürlich erst recht nichts werden.

Auch vor diesem Hintergrund ist die Bedeutung der unten beschriebenen Auseinandersetzung wirklich hammerhart. Ich schüttle immer noch den Kopf. Hoffentlich legt sich das bis morgen, dann muß ich nämlich wieder dort arbeiten......

Kinderkrankheit

Der momentan jüngste Patient ist gerade mal 17 Jahre alt, in der Klinik zur Cannabis- und Alkohol-Entgiftung. Irgendwie bin ich jetzt doch froh, daß ich heute den letzten Tag auf dieser Station vertrete und nächste Woche wieder in "heimischen Gefilden" bin.

Wohlgerüche

Eine Stadt, die immer gut riecht: Nürnberg. Gerade angekommen, strömt mir das Aroma gebrannter Mandeln entgegen. Später schnuppere ich den Duft von Rostbratwürsten und Sauerkraut. Auf dem Markt riecht es nach Gemüse, Obst und Kräuterbonbons. Ich erinnere mich, daß es im Sommer immer nach Schokolade und exotischen Gewürzen roch, weil dann die Lebkuchen für Weihnachten gebacken wurden.
 

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